Das Steildach

Die geschichtliche Entwicklung des Daches reicht weit zurück. Etwa 12.000 v. Chr. begannen Jäger

und Sammler pultdachähnliche Gebilde aus Stangen und Rundhölzern zu bauen. Das Dach bestand 

dabei aus Gras, Heidekraut oder Fellen. Einige Jahrtausende später errichteten die Menschen 

Behausungen in eingetieften Gruben mit Satteldächern. Im Laufe der Zeit entwickelten sich 

Behausungen mit senkrechten Wänden und die Grubenvertiefung verlor immer mehr an 

Bedeutung. Satteldächer sowie Walmdächer dienten dem Schutz dieser Häuser. Die regionalen 

Unterschiede der Dachformen, und damit der Architektur, wurden stets auch vom Holzvorkommen 

bestimmt. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert fand eine rasante Entwicklung in der Konstruktions- und 

Bautechnik statt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts stellten Häuser aus Stein noch die Ausnahme dar, 

doch im späteren Verlauf gewannen die Steinbauten immer mehr an Bedeutung. Das bis zu dieser 

Zeit konstruktiv schwerfällige Sparrendach wurde im 17. Jahrhundert vom Pfettendach abgelöst und 

hundert Jahre später kam das Mansarddach hinzu. Kurze Zeit später und durch das ganze 19. 

Jahrhundert hinweg, entwickelte sich eine Vielfalt an Dachformen. Am Anfang dominierte 

das Steildach, später gewannen auch flachgeneigte Dächer sowie das Flachdach an Bedeutung.


  • Steildach: über 22° oder 30° Dachneigung; gelegentlich wird der Begriff Steildach auch synonym zu geneigtem Dach benutzt. Dann spricht man schon ab 7° von einem Steildach.


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